Medaillenflut für die DJK bei der Senioren-Weltmeisterschaft

Jörg Roßkopf wird Weltmeister im Doppel, Ursula Luh-Fleischer holt Silber und Hildegard Georgi Bronze

Drei DJK-Mitglieder konnten sich bei den 19. Seniorenweltmeisterschaften im Tischtennis über Edelmetall freuen: Jörg Roßkopf, Ursula Luh-Fleischer und Hildegard Georgi standen in Las Vegas auf dem Treppchen. Der Doppelweltmeister von 1989 sogar erst im Doppel und dann im Einzel. Somit konnten sich die DJKler über vier Medaillen freuen.

Jörg Roßkopf war in der Wüstenmetropole in der Klasse Ü 45 angetreten, um 19 Jahre nach dem sensationellen Triumpf in Dortmund erneut Weltmeister zu werden. Nach dem Motto „gesagt – getan“ spielte er sich mit dem Österreicher Chen Weixing zum erneuten WM-Titel. Dabei musste das Abwehr-Angriffs-Duo im Viertelfinale in den Entscheidungssatz. Mit einem klaren 11:1 ließen die beiden dort allerdings nicht anbrennen. Alle anderen Partien inklusive des Finales waren eine klare Angelegenheit für das Profi-Duo. Im Einzel rechnete sich Rossi im Vorfeld allenfalls eine Chance auf Silber aus, denn sein Doppelpartner trainiere immer noch professionell. Damit sollte der DJKler recht behalten. Durch die Gruppenspiele und die ersten Hauptrunden spielte sich der ehemalige Einzeleuropameister souverän. Im Halbfinale musste er über die volle Distanz gehen und zweimal den Ausgleich zulassen, ehe er sich im fünften Satz deutlich durchsetzen konnte. Damit stand er im Finale wie erwartet seinem Doppelpartner gegenüber. Der österreichische Abwehrspieler zeigte von Anfang an, in welch guter Form er ist, und ließ dem Herren-Bundestrainer nicht den Hauch einer Chance. Die Partie entwickelte sich immer mehr zu einem unterhaltsamen Schaukampf und so hatten nicht nur die beiden Spieler sondern auch die zahlreichen Zuschauer ihren Spaß.

Premiere bei den Senioren-Weltmeisterschaften feierte Ursula Luh-Fleischer. In der Klasse Ü 40 holte sich die DJKlerin gemeinsam mit Merje Aas aus Estland sensationell Silber im Doppel. Dies kam umso überraschender, denn die beiden lernten sich erst drei Tage vor dem ersten gemeinsamen Doppel kennen. Spielerisch harmonisierte die Zufallskombination aber nahezu perfekt. In den Gruppenspielen musste das Duo im letzten Spiel gegen eine unorthodox agierende Paarung aus Indien mächtig kämpfen sicherte sich aber Platz eins. In der Hauptrunde zog das deutsch-estnische Doppel mit zwei klaren Siegen ins Viertelfinale ein. Dort trafen sie auf keine geringeren als die amtierenden Europa- und Weltmeisterinnen. Nach verlorenem ersten Satz drehte das Duo die Partie und holte sich Satz zwei und drei. Im vierten Satz stand die beiden bei 6:10 mit dem Rücken zur Wand, doch mit 16:14 holten sie sich Satz, Spiel und damit die Medaille. Die Freude war riesig im deutsch-estnischen Lager. Am nächsten Tag ging es mit dem Halbfinale weiter. Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Zwei Mal geriet das Doppel in Satzrückstand und zwei Mal glich das Duo aus. Auch im Entscheidungssatz ging es hin und her, ehe sich die beiden mit 11:7 durchsetzen konnten und ins Finale einziehen. Dort trafen sie auf zwei Profispielerinnen, die Ursula Luh-Fleischer und Merje Aas nicht wirklich ins Spiel kamen ließen. So gab es eine völlig überaschende Silbermedaille bei der Siegerehrung. Im Einzel gewann Ursula Luh-Fleischer die Vorrundengruppe. In der Hauptrunde kam das unglückliche Aus in der zweiten Runde.

Hildegard Georgi, die 500 Spiele im DJK-Trikot absolviert hat und inzwischen in der Nähe ihres Wohnortes spielt, schaffte es gemeinsam mit Irma Barillon ins Doppel-Halbfinale der Damen Ü 65. Dort mussten die Beiden nach gewonnenem ersten Satz den Gegnerinnen zum Finaleinzug gratulieren. Im Einzel gewann auch sie ihre Vorrundengruppe. Gegen eine Spielerin aus China kam das Aus in der zweiten Runde.

„Natürlich sind die Medaillen eine bleibende Erinnerung an dieses Mega-Event“, so Ursula Luh-Fleischer. „Doch die Veranstaltung ist viel mehr als ein Tischtennisturnier. Es ist ein richtiges Erlebnis.“ 250 Tische in einer Halle, alle in einer separaten Box, das ist schon echt ungewöhnlich und auch richtig beeindruckend. Mehr als 4.500 Tischtennisspielerinnen und –spieler aus 98 Nationen spielten im Zockermekka um 22 Titel im Einzel und 21 Titel im Doppel.

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